Warum sagen wir TCHIN-TCHIN, um anzustoßen?

Pourquoi dit-on TCHIN-TCHIN pour trinquer ?

Ob zu einem besonderen Anlass oder einfach, um sich selbst eine Freude zu machen – wir „stoßen“ auf die Gesundheit der Menschen um uns herum an. Woher kommt dieses berühmte begeisterte Ritual des „Tchin-Tchin“?

 

„Tchin-Tchin“ ist vor allem das Geräusch, wenn Gläser aneinanderstoßen. Dieser sanfte Klang steht für einen schönen Moment mit den Menschen, die wir lieben. Seinen Ursprung hat der Trinkspruch jedoch bei unseren chinesischen Freunden, die zur Begrüßung „tsing-tsing“ sagen – eine Wendung, die wir schließlich ins Französische übernommen haben.

 

Im Mittelalter konnte man durch das Anstoßen der beiden Gläser die Getränke vermischen (ob hochprozentige Spirituosen oder Wein) und so verhindern, vom Nachbarn vergiftet zu werden (nette Freunde!). Neben dem Anstoßen mussten sich die beiden Personen als Zeichen des Vertrauens in die Augen sehen. Hunderte Jahre später haben wir diese Traditionen beibehalten, ohne allerdings weiterhin Gift in die Getränke zu mischen (zum Glück).

 

tchin vin rouge Oé amis

 

Während die einen „Tchin-Tchin“ sagen, sagen andere eher „Cheers“, „Salud“, „Pros“, „Sláinte“ … Es gibt viele Möglichkeiten, sich vor dem Genuss des Lieblingsgetränks gegenseitig Gesundheit zu wünschen!

 

In Frankreich sagen wir beim Anstoßen nicht nur „Tchin“, sondern auch „santé“, „à la tienne“ oder „à la vôtre“, wenn wir mit jemandem außerhalb unseres engeren Kreises anstoßen. All diese Worte stehen für einen schönen gemeinsamen Moment. Wenn wir anstoßen, bringen wir damit meist zum Ausdruck, dass wir der Person oder der Gruppe um uns herum alles Gute für die Zukunft wünschen.

 

Es kann auch ein Anlass sein, um zu sagen, wofür wir dankbar sind: etwa dafür, eine gesunde Familie zu haben, glückliche Momente und herzhaftes Lachen miteinander zu teilen, unseren Freunden dafür zu danken, dass sie in guten wie in schlechten Zeiten für uns da sind, oder einen freudigen Anlass bekannt zu geben – etwa eine Hochzeit, einen neuen Lebensabschnitt, den Kauf einer Wohnung oder die Geburt eines Babys. Jedes Mal, wenn wir anstoßen, feiern wir auf gewisse Weise das Leben und schöne Momente mit den Menschen, die wir lieben. Und worauf werdet ihr beim nächsten Aperitif mit Bio-Wein anstoßen? ;-) 

 

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 dégustation vin rouge Oé

 

Für alle Neugierigen: Wir stellen euch ein neues Wort aus der Weinsprache vor: die "empyreumatischen" Noten eines Weins. Der Begriff bezeichnet eine Familie von Aromen: rauchig, verbrannt, getrocknet oder geröstet. Dazu zählen auch Noten von Karamell, Schokolade und Kaffee sowie Rauch und geröstetem Brot. 

 

Wenn ihr noch tiefer in die Materie eintauchen möchtet: Wisst ihr, was eine „Caudalie“ ist? Was bedeutet der Begriff „aviner“? Das erklären wir euch hier! 

 

Eine Caudalie ist hier keine Kosmetikmarke. In der Weinwelt ist die Caudalie eine Maßeinheit, mit der sich die Länge des Abgangs eines Weins bestimmen lässt. Eine Caudalie entspricht einer Sekunde. Je länger der Abgang, desto prestigeträchtiger ist der Wein im Allgemeinen. Bio-Rotweine haben naturgemäß mehr Caudalies als Bio-Weißweine. Bei einem Rotwein können es bis zu zwanzig Caudalies sein. 

 

Avinieren bedeutet, einen Schluck aus einer neuen Flasche einzuschenken, um das Glas vom vorherigen Wein zu „reinigen“ und sicherzustellen, dass keine Reste des vorangegangenen Weins den Geschmack des nächsten Weins beeinflussen. Dieser Schluck kann bei einer Verkostung in einen Spucknapf gespuckt oder getrunken werden, bevor man sich ein neues Glas einschenkt.