Die Studien von Olivier Hamant zeigen, dass das Unternehmen der Zukunft resilient ist.
Inwiefern spiegelt Oé das wider?
Sehen Sie sich diesen Bericht von France 3 an!
Resilienz statt Leistung: Oés lebendiges Manifest
Was, wenn die Natur schon lange vor uns alles verstanden hätte?
Das ist der Ausgangspunkt des Biologen Olivier Hamant, Forscher an der ENS Lyon und am INRAE. Nach 20 Jahren Forschung über die Natur hat er eine etwas kontraintuitive Überzeugung entwickelt: Die Natur ist nicht leistungsorientiert. Und genau das macht sie stark.
Nehmen wir die Photosynthese. Ihr energetischer Wirkungsgrad? 1 %. Pflanzen „verschwenden“ 99 % der Sonnenenergie. Für einen Ingenieur ein Skandal. Für ein Ökosystem genial. Denn diese Spielräume – diese Redundanzen, diese Langsamkeit, diese Ungenauigkeiten – ermöglichen es dem Leben, sich an Schwankungen, Erschütterungen und Unvorhergesehenes anzupassen.
„Resilienz entsteht durch Leistungseinbußen. Damit ein System resilient ist, braucht es Spiel in den Zahnrädern.“ — Olivier Hamant
Von den Weinbergen zum Unternehmensmodell
Diese Philosophie findet in den Weinbergen am Mont Brouilly großen Anklang. Dort lernt Pierre-André, ein Bio-Winzer, wieder anders zu bewirtschaften: Schafe zur Unkrautbekämpfung, Hecken als Schutz für die Artenvielfalt und Obstbäume zwischen den Rebstöcken. Nicht, um die Produktion zu maximieren, sondern um die Böden zu regenerieren und die Reben widerstandsfähiger gegen künftige Dürren und Hitzewellen zu machen.
„Die Reben müssen widerstandsfähiger werden. Wir setzen Anbaumethoden ein, die genau darauf abzielen.“
Genau diesen Ansatz begleitet Oé. Unsere Weine – wie die von Pierre-André – stehen für einen systemischen Ansatz: Mehrwegflaschen (fünfmal weniger CO₂ als bei einer neuen Flasche, zweimal weniger Wasser), Etiketten aus recycelten Abfällen, keine Metallkapseln. Jedes Detail zählt.
Auch Resilienz will gemanagt sein
Bei Oé prägt dieses Prinzip auch unsere Arbeitsweise. Flache Hierarchien, eine gelebte Fehlerkultur, volle Transparenz – alle kennen die Margen, Kosten und Gehälter. Denn ein resilientes Team ist ein Team, das über die Informationen verfügt, um gute Entscheidungen zu treffen, und nicht im Nebel optimiert.
Der planetare Burnout – und was kommt danach?
Olivier Hamant spricht heute von einem „planetaren Burnout“ – einer Zivilisation, die vom Leistungskult erschöpft ist und auf ihren eigenen Zusammenbruch zusteuert. Doch er ist nicht pessimistisch.
„Als Erste werden die besonders Leistungsfähigen zu Fall kommen. Ihre Lebensfähigkeit werden diejenigen unter Beweis stellen, die in Resilienz investiert haben.“
Eine weniger wettbewerbsorientierte, kooperativere Welt. Weniger materieller Überfluss, mehr Fülle an Beziehungen. Das ist die Welt, die wir Glas für Glas aufzubauen versuchen. 🍷